Historische Substanz fachgerecht bewahrt

Echte Experten für die Restaurierung im Schmiedehandwerk sind selten geworden. Dabei erfordert gerade der Umgang mit Denkmalen ein tiefes Fachwissen und besonderes Fingerspitzengefühl. Für Thomas-Maria Schmidt (IFGS-Präsident) steht bei solchen Projekten nicht die reine Optik im Fokus, sondern die Verantwortung gegenüber der Geschichte.

 

 

Die Philosophie: Bewahren statt Erneuern

Das Ziel ist es, authentische Zeugnisse der Geschichte für kommende Generationen lesbar zu halten. Deshalb greift hier der Grundsatz: Wir urteilen nicht über historische Handwerksleistungen, wir respektieren sie. Alle Maßnahmen werden so gewählt, dass der Urzustand maximal erhalten bleibt und der Verfall gestoppt wird, ohne die „Patina“ der Zeit einfach zu überdecken.

 

Der Wetterhahn von St. Josef

 

Diese Arbeitsweise zeigt sich exemplarisch an der Restaurierung des Wetterhahns der Pfarrkirche St. Josef in Rodalben (Westpfalz). Nach der Maxime, erst dann Hand anzulegen, wenn die Lösung zu 100 % sicher ist, durchlief das Objekt folgende Stationen in unserer Werkstatt:

  1. Sicherung: Fachgerechte Demontage vor Ort.

  2. Bestandsaufnahme: Detaillierte Dokumentation und Analyse der Schäden.

  3. Restaurierung: Behutsame Bearbeitung der Schadstellen zum Schutz der Substanz.

  4. Veredelung: Neue Vergoldung.

  5. Rückführung: Endmontage auf der Kirchturmspitze.

Das Ergebnis ist ein geschütztes Kulturgut, das seine Geschichte wieder mit Würde trägt.

 

Hier sehen Sie den Prozess in Bildern (Vorher / Nachher)

Vorher

Nachher


Kunstverein Pirmasens